Julia Labuda

Pianistin, Pädagogin,

Korrepetitorin,

Kammermusikerin,

Organistin

Lebenslauf

Julia Labuda wurde in der russischen Stadt Perm geboren und wuchs in Tula (südlich von Moskau) auf. Dort erhielt sie ihre allgemeinbildende und erste musikalische Ausbildung im Alter von sieben Jahren an einer städtischen Musik- und Kunstschule. Im gleichen Alter nahm sie zusätzlich eine Choreografieausbildung auf (dazu zählen klassisches Ballett, Standard-, lateinamerikanische Tänze, Charaktertanz, Historischer Tanz und Jazz/Modern Dance), die sie im Jahre 1997 mit Auszeichnung abschloss.

Ihre pianistische und allgemeinbildende Ausbildung setzte sie am Musikgymnasium der Dargomyschsky-Musikfachschule fort, die sie 1999 abschloss. Anschließend studierte sie von 1999 bis 2003 an der Musikfachschule Tula Klavier und Kammermusik bei Olga Paschina, Klavierbegleitung bei Galina Makarova sowie Musikpädagogik und schloss ihre Studien mit Auszeichnung ab. Schon während des Studiums an der Musikfachschule ist Julia Labuda Preisträgerin verschiedener nationaler und internationaler Klavierwettbewerbe (u.a. 1. Preis beim Internationalen Klavierwettbewerb "Europäische Ausbildung" Moskau 1999, 2. Preis und Spezialpreis für die beste Interpretation der Klavierwerke von V. Kalinnikov beim gleichnamigen Wettbewerb in Orjol 2001, 2003 u.a.).

In dieser Zeit erhielt sie ein Stipendium des Russischen Ministeriums für Kultur.

Bereits seit ihrer Jugendzeit gilt ihr besonderes Interesse der Kammermusik, der sie sich bis heute intensiv widmet. Seit 2000 ist sie als Pianistin solistisch sowie als Kammermusikerin und Korrepetitorin tätig.

Nach ihrem Studienabschluss an der Musikfachschule führte sie ihr Studium von 2003 bis 2008 an der Gnessin-Musikademie in Moskau fort, wo sie Klavier bei Prof. Marina Drosdova, Kammermusik bei Prof. Georgiy Fedorenko und Korrepetition und Liedbegleitung bei Doz. Marina Kravets sowie Musikpädagogik und Unterrichtsmethodik (Prof. Berta Kremenstein) studierte.

Von 2002 bis 2006 wurde ihr von der Stadt Moskau der Kulturförderpreis "Russische Kunst der musikalischen Interpretation" verliehen.

Seit ihrer Kindheit fühlt sie sich Deutschland eng verbunden, im Jahre 2006 trat sie mit einem Klavierrecital bei den 16. Internationalen Musiktagen (Freden/Deutschland) auf.

Pädagogische und künstlerische Erfahrungen konnte die Musikerin bisher an der städtischen Musikschule in Moskau sammeln, wo sie als Klavierlehrerin und Korrepetitorin im Zeitraum von 2003 bis 2008 tätig war, sowie als freischaffende Pianistin und Kammermusikerin. So hat Julia Labuda einige Studenten und Schüler in den Fächern Klavier und Kammermusik für Aufnahmeprüfungen an Musikgymnasien und Hochschulen vorbereitet sowie für Klavier- und Kammermusikwettbewerbe.

Schon während des Klavierstudiums in Moskau wurde sie von der Orgelmusik sehr inspiriert. Zusätzlich zur pianistischen Ausbildung hatte sie von 2006 bis 2008 Orgelunterricht an der J.S.-Bach-Musikschule in Moskau bei Prof. Dr. Eugenija Krivitskaja.

Ein Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) ermöglichte es Julia Labuda, seit 2008 in Deutschland zu studieren. Als DAAD-Stipendiatin war sie 2009 zum Meisterkurs für Klavier bei Prof. Ivo Kaltchev (Washington) in Montepulciano (Italien) eingeladen.

Von 2008 bis 2012 studierte Julia Labuda das künstlerische Hauptfach Orgel bei Prof. Leo van Doeselaar, Prof. Erwin Wiersinga sowie bei Prof. Paolo Crivellaro an der Universität der Künste in Berlin. Als künstlerische Ergänzung zu beiden Ausbildungen besuchte die Musikerin dort Unterrichte im Fach Hammerklavier (bei Prof. Leo van Doeselaar) und Cembalo (bei Prof. Mitzi Meyerson). Der Kontakt mit historischen Tasteninstrumenten wie Hammerflügel, Cembalo und Clavichord hat ihr musikalisches Verständnis vielseitig bereichert und ihren künstlerischen Horizont erweitert, wobei sie versucht, die Neugier für diese Welt auch bei ihren Schülern zu wecken.

In Berlin war Julia Labuda 2009/2010 Stipendiatin der Alfred-Sittard-Stiftung, danach von 2010 bis 2013 Stipendiatin der Paul-Hindemith-Gesellschaft.

Eine Bereicherung zu beiden Ausbildungen war die aktive Teilnahme an zahlreichen Meisterkursen
für Klavier bei Prof. Markus Stange (Deutschland), Prof. Victor Rosenbaum (USA), Prof. Ivo Kaltchev (USA) sowie für Kammermusik und für Orgel bei Prof. Loïc Mallié, Olivier Latry (Frankreich), Prof. Bjørn Boysen (Norwegien), Prof. Theo Jelema (Niederlande), Prof. Dr. Ludger Lohmann (Deutschland), Prof. Jaroslav Tuma (Tschechien). Weitere pianistische Anregungen erhielt die Musikerin bei den Prof. Wladimir Tropp und Tatjana Selikmann (Russland) und Wladimir Krainev (Deutschland/Russland).

Nach Erhalt des künstlerischen Diploms schloss Julia Labuda im Jahre 2014 ebenfalls das Konzertexamen im Fach Orgel bei Prof. Leo van Doeselaar an der Universität der Künste Berlin ab.

Das Klavier- und Orgelrepertoire von Julia Labuda umfasst Werke vom Frühbarock bis zur Moderne mit Schwerpunkt bei der Klassik und Romantik sowie einer Vorliebe zu den französischen Clavecinisten und Domenico Scarlatti. Auch liegt ihr besonderes Interesse im Bereich Kammermusik, Liedbegleitung und Klavierpädagogik. Sie hat einige Jahre intensiv mit Sängern sowie mit Instrumentalisten im Duo und Trio zusammengearbeitet und konzertiert.

Bereits im Studium lernten sich Julia Labuda und ihr Mann Berthold Labuda (Konzertorganist, A-Kirchenmusiker, Pädagoge) kennen, beide Absolventen der Universität der Künste in Berlin und vertieften ihre musikalische Zusammenarbeit als Orgel- und Klavierduo, mit dem sie seit 2010 regelmäßig konzertieren.

Julia Labuda